CHNP: Personalmanagement in der Kritik

Gemeinsame Pressemitteilung von CGFP und OGBL


In einem gemeinsamen Schreiben an Gesundheitsministerin Lydia Mutsch weisen CGFP und OGBL mit Nachdruck auf die unhaltbaren Zustände in Sachen Personalmanagement im Ettelbrücker „Centre hospitalier neuro-psychiatrique“ hin.
 
Wie aus dem Schreiben hervorgeht, habe sich die Lage insbesondere seit dem frühzeitigen Eintritt in den Ruhestand des für das Pflegepersonal zuständigen Direktors arg zugespitzt. So seien Psychologen noch kurz vor ihrem Eintritt in den Ruhestand auf andere Posten versetzt worden. Parallel dazu seien rund 20 Pflegerinnen und Pfleger kurzfristig dazu aufgefordert worden, mit Wirkung zum 1. Juli 2014 in eine andere Abteilung zu wechseln.
 
Dass weder die Personalvertretung noch der gemischte Ausschuss in diese Entscheidungen eingebunden worden seien, werten CGFP und OGBL nicht nur als Affront diesen Gremien gegenüber, sondern auch als groben Verstoß gegen das Beamtendienstrecht und das Arbeitsrecht, die in solchen Fällen verbindliche Verhaltensregeln vorsehen.


Gerade in einer derartigen Struktur verfügten die Patienten über Referenzpersonen in Form von geschultem Personal, um die für sie bestmögliche Pflege zu gewährleisten. Unnötige Veränderungen in der Zusammensetzung des Pflegepersonals könnten sehr schnell zu Gleichgewichtsstörungen führen oder negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Patienten haben, begründen CGFP und OGBL ihre diesbezügliche Haltung.
 
Wie aus einer Stellungnahme der Personalvertretung hervorgehe, sei insbesondere diejenige Abteilung, die Personen aufnehme, die eine Straftat begangen hätten, zur Tatzeit aber strafunmündig gewesen seien, von diesen Personalverschiebungen betroffen. Dabei verstehe es sich von selbst, dass ausgerechnet von dieser Abteilung ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial ausgehen könne.
 
In Anbetracht der Vorgänge im Ettelbrücker „Centre hospitalier neuro-psychiatrique“ richten CGFP und OGBL einen eindringlichen Appell an die Gesundheitsministerin, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um hier Abhilfe zu schaffen und gleichzeitig sicherzustellen, dass eine derartige Situation sich nicht noch einmal wiederhole.