Die Reform des öffentlichen Dienstes im Mittelpunkt

19/06/2015

Auf Initiative der CGFP fand am 17. Juni im Parc Hotel Alvisse in Dommeldange eine Fragenrunde in Form einer außergewöhnlichen CGFP-Vorständekonferenz mit dem zuständigen Ministerium statt, um noch offene Fragen rund um die Reform des öffentlichen Dienstes zu beantworten. Die geplanten Änderungen betreffen alle Bereiche des Staatsdienstes und so manche Punkte blieben bis jetzt unverständlich oder nur unzureichend geklärt. Das Interesse der CGFP-Mitgliedsorganisationen an der Informationsversammlung war dementsprechend groß.

In der Gesellschaft würden immer mehr Stimmen laut, die weniger Wert auf den öffentlichen Dienst legen wollten, meinte Beamtenminister Dan Kersch in seiner Einleitung, besonders in den heutigen Zeiten sei ein starker, einwandfrei funktionierender Staatsapparat jedoch unabdingbar. Deswegen müsse der öffentliche Dienst gemeinsam Widerstand gegen diese Position leisten. Die CGFP begrüßt diese offene Bekundung der Solidarität mit den öffentlichen Bediensteten, die in der Vergangenheit nicht immer deutlich war.

Minister Dan Kersch und sein Team fassten die bevorstehenden Änderungen im Rahmen der Reform in vier großen Punkten zusammen: Gehälter und Karriere, Rekrutierung, zielorientiertes Management, der individuelle Arbeitsplan sowie das dazugehörige Bewertungssystem. Anschließend beantworteten die Redner die zahlreichen Fragen der Vertreter der CGFP-Mitgliedsorganisationen. „fonction publique” wird diese Themen in den nächsten Monaten in Form einer Artikelreihe ausgiebiger beleuchten.

Die Reform, die bekanntlich am 24. März dieses Jahres in der Abgeordnetenkammer, zusammen mit dem Besoldungsabkommen, gestimmt wurde, tritt erst am 1. Oktober 2015 in Kraft. Somit bleibt noch Zeit, um an der Umsetzung verschiedener Inhalte der Reform zu feilen und im Gespräch mit den betroffenen Verwaltungen und CGFP-Fachverbänden eventuelle Problemfragen zu identifizieren und zu umgehen. Die CGFP stellt auch weiterhin ihre Forderung nach einer stärkeren Einbindung der einzelnen CGFP-Mitgliedsorganisationen in die Durchführung der Reform im öffentlichen Dienst und hält an ihrer Überzeugung fest, dass es zu keinen weiteren Verschlechterungen zu Lasten der im öffentlichen Dienst Beschäftigten kommen dürfe.
p.r.