Für ein Europa der Bürgerinnen und Bürger

17/03/2015

CESI-Vertreter zum Gespräch beim Luxemburger Premierminister

Im Vorfeld der Luxemburger EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2015 trafen der Vorsitzende der Europäischen Union der Unabhängigen Gewerkschaften (CESI), Romain Wolff, sowie Generalsekretär Klaus Heeger zu einem ausgedehnten Gedankenaustausch mit Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel zusammen.

Ein zentrales Thema bei der Begegnung waren Fördermaßnahmen hin zu einem sozialeren Europa, das den Bürgerinnen und Bürgern das europäische Vorhaben noch näher bringe. Dazu gehörten beispielsweise Initiativen zu einer sozialverträglichen Mobilität innerhalb der EU und zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, ohne dass dabei allerdings Impulse im Hinblick auf eine wettbewerbsfähige Europäische Union außen vor gelassen werden könnten.

Auch wenn die Tarif-Autonomie gewahrt bleiben müsse, könne es nicht angehen, dass in den Gesprächen hin zu einem sozialeren Europa Millionen Arbeitnehmer ausgeschlossen blieben, hieß es auf Seiten der CESI mit Blick auf eine jüngst ohne CESI-Beteiligung auf Initiative der Europäischen Kommission organisierten Konferenz unter dem Titel: „Start zu einem neuen Sozialdialog“. Dies sei alles andere als sozial und integrativ. Die CESI mit ihren über fünf Millionen Mitgliedern wünsche sich ganz im Gegenteil, stärker in die europäischen Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden.

Erwähnen wir der Vollständigkeit halber, dass die Europäische Union der Unabhängigen Gewerkschaften 41 Mitgliedsorganisationen in 33 europäischen Ländern zählt. Seit Dezember 2012 hat CGFP-Generalsekretär Romain Wolff die CESI-Präsidentschaft inne.