Seit 18 Jahren sind die CGFP und die „Fédération Générale de la Fonction Communale” durch die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages eng miteinander verbunden.
Bei ihrem jüngsten Meinungsaustausch, der in einer entspannten Atmosphäre stattfand, bekräftigten die Führungsspitzen der beiden Berufsorganisation, dass der bestehende Kooperationsvertrag keineswegs eine halbherzige Angelegenheit sei. Deshalb sei man fest gewillt, die fruchtbare Zusammenarbeit im Interesse der Beschäftigten im gesamten öffentlichen Dienst weiter zu vertiefen.
Beide Seiten nutzten zugleich die Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme der Probleme zu machen, die es derzeit bei der Umsetzung der Reform des öffentlichen Dienstes gibt. Zweieinhalb Jahren nach dem Inkrafttreten dieser Reform wird zunehmend deutlich, dass auch im kommunalen Sektor zahlreiche Mängel auftreten, die es dringend zu beheben gilt.
Die CGFP und die Gewerkschaft des Gemeindepersonals sind sich einig, dass die 80/80/90-Regelung, die den Berufsanfängern erhebliche finanzielle Einbußen beschert, eine unsinnige Maßnahme ist, da sie vorwiegend junge Menschen trifft. Angesichts der Einstellungsprobleme, die es zurzeit in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu verzeichnen gibt, müssten die Praktikanten künftig wieder den vollen Lohn erhalten, hieß es. Für jene, die bereits jetzt nur zu 80 % oder 90 % entlohnt werden, müsse eine Übergangslösung gefunden werden. Zudem soll der Inhalt des „Stage” den heutigen Gegebenheiten neu angepasst werden.
Mit Befremden stellten die Vertreter der beiden Berufsverbände des öffentlichen Dienstes fest, dass das Gehälterabkommen, auch 14 Monate nach seiner Unterzeichnung, noch immer nicht in Kraft getreten ist. Das zweite Gutachten des Staatsrates lässt nach wie vor auf sich warten. Die CGFP und die FGFC bedauern, dass dieses wichtige Abkommen auch in der jüngsten Sitzung der Hohen Körperschaft nicht auf der Tagesordnung stand. Sie fordern, dass das Besoldungsabkommen zumindest noch vor den Osterferien die parlamentarische Hürde nehmen kann.
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